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06.02.2012 / Inland / Seite 5

Streit um Leiharbeit

Die Leipziger BMW-Geschäftsführung klagt gegen den Betriebsrat, weil er einem weiteren Einsatz von Zeitarbeitern nicht zustimmte. IG Metall hofft auf Grundsatzurteil

Susan Bonath
Der Automobilhersteller BMW will Personal extrem »flexibel« einsetzen können. In Leipzig setzt er deshalb auf Zeitarbeit. Damit führt das Unternehmen seine Strategie fort, die seit Jahren vom Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall bemängelt wird. Laut Betriebsratschef Bernd Köhler arbeiten im Unternehmen zur Zeit neben 2700 Stammkräften auch etwa 1100 Leiharbeiter. Die Geschäftsführung will diese Quote auch 2012 beibehalten. Doch die Beschäftigtenvertreter verweigerten dem Ansinnen ihre Zustimmung. Nun muß sich das Leipziger Arbeitsgericht mit dem Fall auseinandersetzen: Die Geschäftsleitung hat gegen den Betriebsrat geklagt, um die Entscheidung auf gerichtlichem Weg durchzusetzen.

Der Pressesprecher des Arbeitsgerichts, Frank Liedtke, bestätigte am Freitag: »Wir haben mehrere Beschlußverfahren in der Angelegenheit anhängig mit der Maßgabe, der weiteren Beschäftigung von 1100 Zeitarbeitnehmern zuzustimmen.« Es gehe dabei um ein Grundsatzurteil zur Be...

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