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27.01.2012 / Inland / Seite 5

Uni Bremen behält Zivilklausel

Akademischer Senat lehnt Militärforschung ab. Dennoch Stiftungsprofessur von Rüstungsbetrieb?

Sönke Hundt, Bremen
Die »Zivilklausel« der Universität Bremen, 1986 zu Zeiten des »NATO-Doppelbeschlusses« über die Stationierung neuer nuklearer Mittelstreckenraketen in Europa verkündet, bleibt erhalten. Am Mittwoch bestätigte der Akademische Senat mit 18 Stimmen bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen die Selbstverpflichtung der Uni, keinerlei Forschung für militärische Nutzung zu betreiben. Der Beschluß wurde von den rund 150 anwesenden Studenten und Mitgliedern des Bremer Friedensforums begeistert aufgenommen.

Vorausgegangen waren monatelange Auseinandersetzungen. Im Januar 2011 hatten 63 Professoren einen Appell gegen alle Versuche, die Zivilklausel aufzuweichen, unterschrieben. Der Streit kulminierte, als Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Bremer Rüstungsunternehmens OHB Systems – Weltmarktführer für militärische Satellitentechnik – , das Geld für eine Stiftungsprofessur versprach, die Zahlung aber von einer Änderung der Zivilklausel abhängig mach...

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