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10.01.2012 / Feuilleton / Seite 13

Die Unordnung der Dinge

Wider die Gegenaufklärung: Ein Sammelband über den Beitrag »Postmodernen Denkens« zur Barbarisierung der Gesellschaft

Werner Seppmann
Für die Wirkungsweise ideologischer Herrschaftsvermittlung in den spätimperialistischen Gesellschaften ist es bezeichend, daß kaum Kritik an den modephilosophischen »Meisterdenkern« Michel Foucault und Jacques Derrida existiert. Die Sekundärliteratur zu ihnen ist uferlos – und besteht mit nur wenigen Ausnahmen aus unreflektierten Lobgesängen. Um so bemerkenswerter, daß Autoren aus dem Umkreis der Krisis-Gruppe sich der Aufgabe einer fundamentalen Kritik des »Postmodernen Denkens« gestellt haben. Dies ist eine notwendige Intervention, weil im Postmodernismus der gegenwärtige Kulturzustand zu sich selbst kommt: Die Feier einer allgemeinen Orientierungs- und Perspektivlosigkeit ist ein intellektueller Herrschaftsdienst, der sich meist hinter einer »kritischen« Fassade zu verbergen sucht.

Obwohl »Postmodernes Denken« als konzeptionelle Ideologie seinen Zenit überschritten hat, besitzen seine grundlegenden Orientierungen, auch in »kulturlinken« Kreisen ...

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