02.01.2012 / Feuilleton / Seite 13

Sag das mal den Bankern

Neo-Individualliberalismus 2011: Matthias Mergl hat ein Buch über den »Terror der Selbstverständlichkeit« vorgelegt

Dietrich Kuhlbrodt
Matthias Mergl hat den Begriff erfunden und den »Neo-Individualliberalismus« vor geraumer Zeit den Lesern der jungen Welt vorgestellt. Jetzt gibt es das Buch dazu, einen Hundertseiter, mit Witz geschrieben, gut lesbar und gut einzustecken, zum Preis von einer Kinokarte: »Der Terror der Selbstverständlichkeit, Widerstand und Utopien im Neo-Individualliberalismus«. – Ja, mir gefällt das Buch. Ich werbe dafür. Ich kann auf ungeahnten Feldern damit was anfangen.

Mergl gibt zunächst eine kompakte Übersicht. Auf 15 Seiten. Was ist das für eine Bewegung, die alle Emanzipationsutopien für verwirklicht erklärt und damit alle kollektiven Aktionen für substanzlos? Der Autor verweist in Fußnoten auf eine Fülle von Quellen und erfreulicherweise auch auf die drei W’s. Wem der Text nun sehr dicht vorkommt, wird es begrüßen, daß Mergl unversehens von der akademischen Objektivität in die Ich-Form wechselt, seiner persönlichen Beteiligung Raum gebend. Wer nach...

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