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31.12.2011 / Feuilleton / Seite 13

Mit Wodka-Wow

Pflücke den Sektkelch und kippe den Klaren: Wie man sich zum Jahreswechsel durchs russische Ballett trinken kann

Gisela Sonnenburg
Was gibt es Besseres für den Jahreswechsel als tolle Russen. Nehmen wir mal die Wodka-Sorten: Da haben wir die Qual der Wahl. Aber auch Krimsekt ist, ob golden oder kirschrot perlend, eine russische Sensation. So pflücke den Sektkelch und kippe den Klaren. Aber: Vergiß die russische Kultur nicht – damit ist Ballett gemeint. Es hat im Dezember ja Hochkonjunktur. In Berlin für diese Spielzeit soeben abgespielt: »La Péri«. Dessen Titelheldin ist eine orientalische Fee, die verführerisch ins Jenseits lockt. Ihr Prinz heißt Achmed und ist mit einer Lustsklavin liiert. Aber dem Sog der Péri widersteht er nicht, nicht mal mit ­Opium. Alles Kämpfen seiner Sklavin nützt nichts. Am Ende treffen sich Prinz und Péri über den Wolken: Liebe als Illusion, feudalen Realitäten erliegend. Herzzerreißend schön.

Die Choreographie stammt von Vladimir Malakhov, dem Berliner Ballettchef. Sie hat jenen Schmelz, den nur die russische Schule hat. Malakhov, der dort ausgebil...

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