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04.07.2000 / Ausland / Seite 0

Blut am Daimler-Stern

Berliner Anwalt: Mercedes-Benz ließ in Argentinien Gewerkschafter entführen und ermorden

Der Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck wiederholt nach weiteren Nachforschungen den Vorwurf, daß Führungspersonal von Mercedes-Benz nach dem Militärputsch in Argentinien kritische Gewerkschafter entführen und ermorden ließ. Die Staatsanwaltschaft in Nürnberg-Fürth hat in diesem Fall nun offiziell die Ermittlungen an sich gezogen, wie Justizsprecher Bernhard Wankel gegenüber junge Welt bestätigte.

Im September vergangenen Jahres hatte Kaleck im Auftrag des Republikanischen Anwaltsvereins (RAV) bei der Berliner Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen »Mord, Geiselnahme und Gefährlicher Körperverletzung« im Fall von mindestens 13 aktiven Gewerkschaftern gegen den ehemaligen Werksleiter der Mercedes-Niederlassung, Juan Tasselkraut, unbekannte weitere Verantwortliche des Konzerns in Argentinien und Stuttgart sowie gegen die Ex-junta-Mitglieder, Emilio Massera und Jorge Videla, gestellt.

Wenige Monate nach dem Putsch in Argentinien wurde im Januar 1977 e...

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