Der Schwarze Kanal
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09.12.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Menschenrecht auf Leben

Immer mehr US-Bundesstaaten setzen Hinrichtungen aus. Neue Kampagne zur Überwindung der Todesstrafe soll Druck auf Politik und Justiz entfalten

Jürgen Heiser
Am morgigen Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, ist die Todesstrafe ein zentrales Thema vieler Veranstaltungen. Während eine Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten sie abgeschafft hat, ist sie in den USA immer noch Gesetz – in 34 US-Bundesstaaten. Aber nur noch zwölf praktizieren sie tatsächlich, allen voran Texas, Virginia und Oklahoma. Zuletzt verhängte der US-Westküstenstaat Oregon Ende November ein Moratorium. Gouverneur John A. Kitzhaber (Demokraten) erklärte vor der Presse, er werde alle Hinrichtungen stoppen, da sie »moralisch verwerflich« seien. Er wolle »nicht länger Teil eines kompromittierten und ungerechten Systems« sein. Kitzhaber setzte die letzte der für 2011 in den USA geplanten Exekutionen aus.

Damit ist mit den diesjährigen 43 staatlichen Tötungen die Tendenz weiter rückläufig, und es sind nur noch halb so viele wie 1999...

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