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09.12.2011 / Feuilleton / Seite 13

Die Gretchenfrage

Wie Wirtschaft funktioniert, wird nicht verraten. Ein Abend in Berlin

Vincent Streichhahn
In der Eingangshalle des Wirtschaftsinstituts der Humboldt-Universität zu Berlin grübelt ein Gipsabguß von Rodins »Denker«. Sicher über Wirtschaft. Für die meisten ein Buch mit sieben Siegeln, obwohl auch sie angeblich zur Untergattung Homo oeconomicus gehören. In der HU-Fakultät konnte man sich am Mittwoch abend vom »Sonderforschungsbereich 649: Ökonomisches Risiko« auf die Sprünge helfen lassen. »Wie funktioniert Wirtschaft?« war die »Nobelpreisvorlesung« überschrieben. Die »Ideen« der Wirtschaftsnobelpreisträger 2011, Thomas J. Sargent und Christopher A. Sims, sollten erklärt werden, und zwar von einem Professor der Freien Universität Berlin, Jürgen Wolters. Da mußte schon jemand mit der notwendigen Expertise über Zinsstrukturen her.

Über die ganzen Zahlen hat Wolters die banalen Dinge des Lebens wohl etwas aus den Augen verloren. Das deutete jedenfalls der schiefe Bogen an, mit dem er aufs Thema kam: »Erwartungen sind bei den Preisträgern eine wichti...

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