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09.12.2011 / Feuilleton / Seite 12

Lausig verpackt

Ferdinand von Schirach arbeitet in seinem ersten Roman einen Justizskandal der Alt-BRD auf

Jana Frielinghaus
Es ist sein drittes Buch, und es landete nach dem Erscheinen prompt auf den Bestsellerlisten – der erste Roman nach zwei Bänden mit pointierten Kurzgeschichten. In »Der Fall Collini« geht es wie in vielen seiner Shortstorys um Mord – und um die Rolle eines seinem Ethos verpflichteten Anwalts im folgenden Prozeß. Alles ist fiktionaler als bisher, aber gerade deshalb weniger geglückt. Außerdem frönt Schirach seiner Vorliebe für die skrupulöse Beschreibung gerichtsmedizinischer Details. Da splittert der Schädel, da spritzt das Hirn, und später wohnt der Anwalt der en detail protokollierten Obduktion bei.

Die Story: Caspar Leinen, Alter ego des Autors, übernimmt als Berufsanfänger an einem Sonntag die Pflichtverteidigung eines geständigen Mörders. Der ist ein gebürtiger Italiener, 68 Jahre alt, ohne Vorstrafen. Er hat den allseits geachteten alten Großindustriellen Hans Mayer getötet und sich anschließend selbst der Polizei gestellt, will sich ab...

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