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08.12.2011 / Inland / Seite 2

»Hier gibt es noch viel Luft nach oben«

Bürgerinitiative wertet Entscheidung des Bundeskartellamts zu Berliner Wasserpreisen als Teilerfolg. Ein Gespräch mit Mathias Behnis

Ralf Wurzbacher
Mathias Behnis ist ­einer der Sprecher der ­Bürgerinitiative »Berliner Wassertisch«

Das Bundeskartellamt hat am Montag die Berliner Wasserbetriebe (BWB) aufgefordert, die Trinkwasserpreise in den kommenden drei Jahren um 19 Prozent zu senken. Ein Kostenvergleich mit Hamburg, Köln und München hat ergeben, daß das Berliner Wasser reichlich überteuert ist. Wie sehr freut Sie das?

Wir begrüßen den Schritt, schon weil sich hier zeigt, was Widerstand alles bewirken kann. Ohne den Druck der Bevölkerung, die zu Jahresbeginn per Volksentscheid die Offenlegung der Wasserverträge durchgesetzt hatte, würde sich an der Preisfront nichts bewegen. Gleichwohl ist das zunächst nur ein Teilerfolg. Noch ist nicht klar, ob der Entscheid rechtskräftig umgesetzt wird und die Preissenkung wirklich kommt. Außerdem hat das Kartellamt nur die Trinkwasserpreise und nicht die Tarife für Ab- und Niederschlagswasser untersucht, die auch viel zu hoch sind.

In welcher Größenordnung?

Die...

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