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07.12.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

EZB-Käufe: Berlin taktiert

Zentralbank erwirbt schon jetzt Staatsanleihen. Bundesregierung wird Widerstand aufgeben, ­verlangt von Europäern aber Aufgabe nationaler Budgethoheit

Rainer Rupp
Mario Draghi, der neue italienische Chef der Europäi­schen Zentralbank (EZB), will weitaus mehr Euro-Noten drucken als bisher, um Schatzbriefe der EU-Krisenländer zu kaufen. Denn die werden ihre Risikopapiere nur noch mit der Zahlung schwindelerregend hoher Zinsen los. Dadurch steuern sie beschleunigt in den Staatsbankrott. Bereits jetzt greift die EZB in das Marktgeschehen ein, um die Zinsen unter der Schmerzgrenze von sieben Prozent zu halten.

Auf Dauer können die Interventionen der EZB nicht aufrechterhalten werden, schon gar nicht, wenn die verausgabten Summen immer weiter wachsen. Allein Italien muß in den nächsten zwei Monaten weit über einhundert Milliarden Euro auf dem Anleihemarkt mobilisieren, um alte Schulden zurückzuzahlen. Und die Aussicht verdüstert sich. Der Finanzbedarf von Italien und Spanien wird in den kommenden Jahren 1500 Milliarden Euro übersteigen. Der US-Anlageberater John Mauldin schätzt, daß die Euro-Retter insgesamt sogar über ...

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