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17.11.2011 / Inland / Seite 4

Verstaubte Basis

CDU-Spitze scheitert auf Bundesparteitag beim Versuch, sich bildungspolitisch einen modernen Anstrich zu verpassen. Hauptschule und Kooperationsverbot bleiben

Ralf Wurzbacher
Von wegen modern. Mit ihren bildungspolitischen Beschlüssen auf dem Leipziger Bundesparteitag verrenkt sich die CDU weiter beim Spagat zwischen falschem Traditionalismus und billiger Gefallsucht. Sowohl in der Schulstrukturfrage als auch beim Thema Bildungsföderalismus sind die Konservativen weit hinter den im Vorfeld geweckten Erwartungen zurückgeblieben. Der vorab beschworene »Abschied« von der Gesamtschule ist fortan nur noch eine »Empfehlung«, und das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern bleibt im Kern bestehen. Opposition, Gewerkschaften und Bildungsverbände reagierten unisono mit heftiger Kritik auf die Entscheidungen.

Damit habe die CDU die »Chance verpaßt, in der Schulpolitik zukunftsfähig zu werden«, monierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in einer Stellungnahme. Bei den Schulen alle »Spielarten zuzulassen« und gleichzeitig am gegliederten System mit Haupt- und Sonderschulen festzuhalten, entspreche weder den Anforderu...

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