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17.11.2011 / Inland / Seite 5

Gestern ein Skandal, heute legal

Wirbel um unbezahlte Praktikanten bei Amazon in NRW-Landtag. Arbeitsminister rudert zurück

Susan Bonath
Nachdem die Beschäftigungspraxis des Internethändlers Amazon über die Medien bekannt geworden war, hatte Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) den Konzern an den Pranger gestellt. Daß Amazon Saisonkräfte bis zu zwei Wochen unentgeltlich »probearbeiten« lasse, sei ein unerträglicher Skandal, gegen den er vorgehen wolle, notfalls auch mit einer Gesetzesänderung, kündigte er vergangene Woche an. Doch die Firma macht sich lediglich eine Regelung des Sozialgesetzbuches zunutze – und zwar gleich tausendfach. Jetzt ruderte der Minister zurück.

In Nordrhein-Westfalen verfügt Amazon über zwei große Versandhandelszentren. Am Standort Werne (Landkreis Unna) haben seit der Eröffnung im September vergangenen Jahres 1034 Arbeitskräfte in unbezahlten Trainingsmaßnahmen gearbeitet. Im Lager Rheinberg, das erst vor zwei Monaten den Betrieb aufnahm, waren das 413, alle vermittelt durch die Arbeitsagentur. Das geht aus der Stellungnahme eines A...

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