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16.11.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Vom Regen in die Traufe

Italien: Kapitalisten und Uni-Seilschaften im Krisenkabinett. Industrie am Boden

Tomasz Konicz
Italiens Bevölkerung ist vom Regen in die Traufe gekommen. Nach dem Abgang des mafiösen Medienmoguls Berlusconi bekommen die Italiener mit Mario Monti nun einen EU-Technokraten vorgesetzt, der die anstehenden Austeritätsmaßnahmen möglichst schnell und effizient realisieren soll. Monti, vor kurzem noch Rektor der Bocconi-Wirtschaftsuniversität in Mailand, bekleidete über lange Jahre Spitzenpositionen in der EU-Bürokratie. So war er als Binnenmarktkommissar und als Wettbewerbskommissar tätig. Der neue Regierungschef will demokratisch gewählte Politiker an der Umsetzung des Spardiktats in Italien erst gar nicht beteiligen. Vielmehr besetzt Monti sein »Technokratenkabinett« mit Personal, das italienischen Kapitalkreisen und den Seilschaften seiner Universität entstammt.

Von Berlin erpreßt

Die anstehenden »Sparpakete« hat Italien nicht aus eigenem Antrieb entworfen. Sie wurden dem Land auf den letzten beiden EU-Krisengipfeln von Berlin und Paris aufgezwungen. ...

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