08.11.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Geschichte schreiben

Die DDR und Die Linke: Auf dem Weg zur Wahrheit gibt es keine biologische Lösung. Gregor Gysis Erwartung dürfte sich nicht erfüllen

Kurt Pätzold
Gerät ein Politiker der Linken vor das Mikrofon eines Mitarbeiters einer bürgerlichen Zeitung, geht es selten ohne Frage nach dem Umgang der Partei mit ihrer Vergangenheit ab. Damit wird in aller Regel nicht die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte, sondern die Vorvergangenheit gemeint, also das Verhältnis zur Geschichte von SED und DDR. Und ein wenig schwingt, ausgesprochen oder nicht, da meist die Erwartung mit, ein noch ausstehendes »Mea culpa, maxima culpa« zu hören. In der Sprache der Journalisten heißt das Verfahren Interview, es läßt sich auch anzapfen nennen, ohne daß dabei auf die Münchener Oktoberfestwiese gezielt wird.

So erging es jüngst wieder dem Vorsitzenden der Bundestagsfrak­tion der Linken, Gregor Gysi, bei einer Begegnung mit einem Reporter der Stuttgarter Zeitung, der meinte, die Vergangenheit sei für diese Partei ein Problem, und der wissen wollte, wann sie aufhören werde, eben das zu sein. Darauf hätte sich antworten lassen, daß ...

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