Gegründet 1947 Freitag, 29. Mai 2020, Nr. 124
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
01.11.2011 / Inland / Seite 2

»Bohren dicker Bretter hat sich gelohnt«

Zur überraschenden Kehrtwende der CDU bei Mindestlöhnen. Ein Gespräch mit Jutta Krellmann

Daniel Behruzi
Jutta Krellmann ist Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung der Linksfraktion im Bundestag

Nach jahrelangem Widerstand hat sich die CDU-Spitze nun für einen branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn ausgesprochen. Wie bewerten Sie diesen Schritt?

Wie viele andere bin auch ich davon positiv überrascht. Ich finde es gut, daß die CDU jetzt nicht mehr nur davon spricht, branchenweite Untergrenzen durch die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen zu schaffen, sondern einen flächendeckenden, allgemeinverbindlichen Mindestlohn vorschlägt. Das Bohren dicker Bretter durch die Gewerkschaften, Die Linke und andere hat sich gelohnt.

Laut CDU-Modell soll die Höhe des Mindestlohns durch eine von Gewerkschaften und Unternehmerverbänden paritätisch besetzte Kommission festgelegt werden. Was halten Sie davon?

Das finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Gewerkschaften und Arbeitgeber sind schließlich auch diejenigen, die Tarifverträge aushandeln. In England gibt ...

Artikel-Länge: 4731 Zeichen

Dieser Beitrag gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €