04.10.2011 / Thema / Seite 10

Machtkampf in Nahost

Analyse. Über die imperialen Ambitionen Ankaras und die Hintergründe des israelisch-­türkischen Konflikts

Murat Çakr
Die Türkei strotzt vor Selbstbewußtsein. Wer daran noch zweifelte, wurde während des Staatsbesuches des türkischen Präsidenten Abdullah Gül in Deutschland eines besseren belehrt. Gül sah sein Land »so einflußreich wie die gesamte EU« und unterstrich das strategische Ziel der Türkei, »globale Verantwortung zu übernehmen«. Bundespräsident Wulff pflichtete ihm bei, hob die »gewachsene internationale Verantwortung der Türkei« hervor und erklärte die Türkei zu einem »modernen und säkularen Vorbild für die arabischen Länder«.

Eigentlich hätte man mahnende Worte aus dem Mund des Bundespräsidenten erwartet. Gerade die »besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel«, welche immer vollmundig erklärt wird, hätte doch einen Kommentar zu der aktuellen israelisch-türkischen Krise und der israelfeindlichen Stimmung in der Türkei erfordert. Immerhin hatte die Regierung in Ankara noch am 2. September 2011, vor der Veröffentlichung des Palmer-Berichts der UN-Unter...

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