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01.10.2011 / Ausland / Seite 6

Bedrohung durch bewaffnete Milizen

Human Rights Watch: Vom Westen ausgerüstete Banden terrorisieren afghanische Bevölkerung

Frank Brendle
Als Antwort auf den um sich greifenden Aufstand haben die afghanische Regierung und die US-Streitkräfte in den letzten Jahren Hunderte irregulärer bewaffneter Gruppierungen geschaffen oder reaktiviert. Dieser Versuch, kurzfristig für Sicherheit in Afghanistan zu sorgen, gehe auf Kosten der Bevölkerung, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in einem aktuellen Bericht. Die Milizen – das Spektrum umfaßt frühere Mudschaheddin, Stammesverbände, private Sicherheitsfirmen und kriminelle Banden – erhielten Waffen und Geld, ohne Rechenschaft für ihre Aktivitäten ablegen zu müssen. Die Anführer seien in der Regel lokale Machthaber oder Warlords, auf deren Konto zahlreiche Morde, Mißhandlungen und Erpressungen gingen.

Besonders im Norden Afghanistans, also im deutschen Besatzungssektor, seien viele solcher Verbände geschaffen worden, heißt es in dem 102 Seiten langen Report. So sei die Region um Kundus mittlerweile »von Milizen d...

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