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12.09.2011 / Ausland / Seite 8

»Sie wollen Mörder als Nationalhelden«

Die litauische Justiz ermittelt gegen einen früheren jüdischen Partisanen, weil er Faschisten beleidigt haben soll. Ein Gespräch mit Joseph Melamed

Frank Brendle
Joseph Melamed ist Vorsitzender der Vereinigung litauischer Juden in Israel und lebt in Tel Aviv

Auf Bitten der litauischen Justiz kamen am Dienstag vergangener Woche israelische Polizisten in Ihr Büro. Was wirft man Ihnen vor?

Die Polizei kam einem Rechtshilfeersuchen des litauischen Staates nach. Ich soll angeblich Nationalhelden verunglimpft haben – und zwar in einer Broschüre, die ich schon 1999 veröffentlicht hatte. Die Polizisten waren sehr freundlich und rieten mir, nicht nach Litauen zu fahren, weil ich dort wahrscheinlich festgenommen würde. Sie wollten von mir wissen, ob ich den Text selbst geschrieben habe, was der Fall ist. Ich habe ihnen das Material gezeigt, das ich habe, und es schien sie zu überzeugen.

Was hat es mit diesen Nationalhelden auf sich?

Ich hatte neun litauische Männer namentlich erwähnt, die am Holocaust beteiligt waren. Ich habe Beweise dafür, daß sie nicht nur einfache Mörder waren, sondern die Morde regelrecht angefüh...

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