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02.09.2011 / Ausland / Seite 2

»Der Motor des Libyen-Krieges war Sarkozy«

Der Nationale Übergangsrat besteht im wesentlichen aus ehemaligen Anhängern Ghaddafis. Ein Gespräch mit Lucio Caracciolo

Raoul Rigault
Lucio Caracciolo (57) ist Direktor der italienischen Zeitschrift für Geopolitik Limes und lehrt an der privaten LUISS-Universität in Rom

In Libyen stehen die Rebellen kurz vor dem Sieg. Es ist nun viel von einem »Neubeginn« und der »Stunde Null« die Rede. Wie neu ist dieses Libyen?

Darin steckt viel von dem, was Muammar Al-Ghaddafi abzuschaffen versuchte und ersetzen wollte: die Stammeslogik. Der bisherige Staatschef ist lange vor diesem Krieg mit seiner revolutionären Utopie gescheitert. Libyen war bereits entlang von Clan- und Provinzgrenzen sowie in mehrere große Regionen gespalten. Im wesentlichen war es weder ein Staat noch eine Nation.

Läßt sich im Nationalen Übergangsrat der Aufständischen eine Führerfigur erkennen, die den Herausforderungen einer absehbar schwierigen Übergangsphase gewachsen ist?

Wir wissen noch immer nicht, wie dieser Rat zusammengesetzt ist. Soweit bekannt, handelt es sich zum Großteil um ehemalige Schergen von Ghaddafi, um Oppo...

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