Der Schwarze Kanal
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01.09.2011 / 73 / Seite 15

Versuch und Irrtum

Wie Hummeln das komplexe Problem des Handlungsreisenden lösen: In London wurden ihre Flugrouten untersucht

Frank Ufen
Hummeln haben’s nicht gerade leicht. Bei jedem Wetter sind sie bis zu 18 Stunden unterwegs und steuern Hunderte von Blütenkelchen an, um Nektar aus ihnen zu saugen. Die Hummeln verfügen allerdings nicht wie die Honigbienen über ein Zeitgedächtnis – deswegen wissen sie nicht, welche Nektarquellen wann am ergiebigsten sind. Ebensowenig verfügen sie über eine Tanzsprache – so daß sie nicht imstande sind, einander die Standorte ergiebiger Blüten mitzuteilen. Hinzu kommt, daß die Hummeln nicht wagen, Blüten in unmittelbarer Nähe ihres Nestes anzufliegen. Denn damit würden sie riskieren, ihre Feinde dorthin zu locken.

Hummeln müssen also sehr genau darauf achten, bei ihre Flügen keinen Treibstoff zu vergeuden. Sie haben allerdings das Problem, daß die Nektarquellen, die sie anzapfen wollen, in der Regel kreuz und quer in der Gegend verteilt sind. Die einfachste Strategie bestünde darin, sich immer zur jeweils nächstgelegenen Blüte zu begeben....

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