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31.08.2011 / Ansichten / Seite 8

Fehlqualifiziert

Niedriglohnrechtfertigungsstudie

Jana Frielinghaus
Jeder möchte sich auf Autoritäten berufen können, wenn er Argumente für seine politischen Ziele sucht. Besonders beliebt in Gewerkschaften, Parteien und Lobbyverbänden ist dabei die Präsentation wissenschaftlicher Studien.

Manchmal aber gerät die Exegese vorhandener Statistiken sowohl für den Auftraggeber als auch für die ausführenden gutdotierten akademischen Erfüllungsgehilfen zur Peinlichkeit. Nämlich dann, wenn sich trotz aller Verrenkungen nicht ernsthaft das Gewünschte herausdestillieren läßt. Ein Beispiel für solcherart nicht ergebnisoffene Forschung ließ sich am Dienstag in Berlin besichtigen, wo das allgemein als »arbeitgebernah« bekannte Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein Gutachten zur Entwicklung des Niedriglohnsektors in der BRD vorlegte. Auftraggeber war wie so oft der von der Wirtschaft finanzierte Thinktank »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft«.

Zu beweisen war: Niedriglohn ist nichts...



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