20.08.2011 / Ansichten / Seite 8

Bittere Lektion

Kein Flächentarif für Lokführer

Rainer Balcerowiak
Es gibt nichts drum rumzureden: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihr tarifpolitisches Ziel nicht erreicht. Getragen von der großen Zustimmung der Mitglieder, die sich in einer Urabstimmung im März zu über 93 Prozent für Streiks aussprachen, wollte die Gewerkschaft eine Art Flächentarifvertrag für alle Lokomotivführer in Deutschland durchsetzen. Während es mit der Deutschen Bahn und den großen Güterverkehrsunternehmen relativ schnell zu einer Einigung kam, leisteten einige große Konzerne, die auf dem lukrativen Markt für Schienenpersonennahverkehr (SPNV) mitmischen, entschiedenen Widerstand. Veolia, Benex und Netinera bzw. deren Tochterunternehmen nahmen nicht nur hohe Verluste durch die Streiks in Kauf, sondern zogen zudem alle Register der Einschüchterung gegenüber den Lokführern, von der Aussperrung bis zur Kündigungsdrohung. Gezielt wurden Kollegen mit individuellen Lohnvereinbarungen aus der Streikfront herausgekauft. Den Firmen gi...

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