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03.08.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Hintergrund: Einseitige Ermittlung

Cathrin Schütz
Onesphore R. aus Ruanda muß sich seit 8. Dezember 2010 vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verantworten. Nach der Sommerpause geht das auf 40 Tage angesetzte Verfahren in dieser Woche in die zweite Runde. R., Angehöriger der Volksgruppe der Hutu, kam 2002 als Flüchtling nach Deutschland. Ihm wird vorgeworfen, im April 1994 als Bürgermeister Muvumbas, einer Gemeinde in Nordruanda, deren Bewohner sich seit 1991 geschlossen auf der Flucht vor der aus Uganda einfallenden Tutsi-Rebellenarmee »Ruandische Patriotische Front« (RPF) befanden, drei Massaker an Tutsi, die in verschiedenen Kirchen Zuflucht vor mordenden Hutu-Banden gesucht hatten, befohlen oder koordiniert zu haben. Dabei sollen mindestens 3730 Menschen getötet worden sein. Laut Bundesanwaltschaft sind die Massaker Teil eines flächendeckenden, geplanten Genozids, der begann, nachdem der ...

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