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15.07.2011 / Ausland / Seite 2

»NATO hat im Fall Jugoslawien Blut an den Händen«

Vorwurf eines Autors: Das Bündnis und seine Sprachrohre verbreiten bewußt Falschinformationen über den angeblichen Massenmord. Gespräch mit Alexander Dorin

Cathrin Schütz
Der Autor Alexander Dorin ist als Sohn bosnischer Eltern in der Schweiz aufgewachsen. Publikationen: »Srebrenica – Die Geschichte eines salonfähigen Rassismus« (2009) und »Srebrenica – wie es wirklich war« (2010, gemeinsam mit Zoran Jovanovic)

An vielen Orten wird zur Zeit des Massakers von Srebrenica gedacht, bei dem im Juli 1995 bosnisch-serbisches Militär bis zu 8000 bosnisch-muslimische Männer umgebracht haben soll. Sie aber weisen in Ihren Publikationen auf elementare Widersprüche hin, die diesen schrecklichen Höhepunkt des Jugoslawien-Krieges in ein ganz anderes Licht rücken. Bestreiten Sie das Massaker etwa?

Die offizielle Version der Hinrichtung von 8000 moslemischen Bosniern durch die Armee der bosnischen Serben wird nicht von Fakten gestützt. Nach dem Fall Srebrenicas hat es nach meinen Erkenntnissen nicht mehr als 2000 Tote gegeben. Dabei handelte es sich größtenteils um Gefechtstote, nicht um Massakeropfer. Das geht aus den mir vor...

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