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14.07.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wirtschaftsfaktor Afrika

Bundeskanzlerin Merkel hastet durch den schwarzen Kontinent. Ziele waren ökonomisch aufstrebende Regionalmächte. Gegen den Hunger gab’s Almosen

Wolfgang Pomrehn
Bundeskanzlerin Angela Merkel sei auf dem falschen Krisenkontinent unterwegs, kommentierte am gestrigen Mittwoch eine konservative Tageszeitung. Aber da hat jemand offensichtlich etwas falsch verstanden. Merkel, die gestern in Angola eintraf und dort unter anderem mit Präsident José Eduardo dos Santos sprach, hat bei der Visite nicht etwa die diversen afrikanischen Konflikte oder Hilfe gegen Hungersnöte im Sinn. »Ginge es Merkel tatsächlich um die Beseitigung von Hunger und Armut in Afrika, müßte sie sowohl die Exportsubventionen von Lebensmitteln abschaffen als auch sich von der Freihandelspolitik verabschieden. Aber leider geht es ihr vor allem anderen um die Wahrung von wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen«, kritisierte Roland Süß vom Koordinierungskreis des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC.

Wie recht er damit hat, zeigte die Kanzlerin gleich auf ihrer ersten Station in Kenia. In das ostafrikanische Land strömen derzeit Tausende v...

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