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01.07.2011 / Feuilleton / Seite 12

Welche Haarschnitte sind erlaubt?

Da macht man was mit: Der Dokumentarfilm »Rockabilly Ruhrpott«

Tom Dorow
Autos, Saufen, Fett in den Haaren und Rock’n’Roll können durchaus Spaß machen. Wenn man kein Auto hat, geht es auch ohne. Ohne Saufen ist es schon ein bißchen schwieriger, ohne Fett in den Haaren und vor allem ohne Rock’n’Roll können sich die Helden von »Rockabilly Ruhrpott« keinen Spaß vorstellen.

Nun ist es aber eine seltsame Sache mit der Rock’n’Roll-Szene. Viele Leute, die ich kenne, legen zum Zähneputzen gelegentlich eine Johnny Burnette-Platte auf und vertreiben sich den Kater »with a heave and and a ho« – mit einem Hauruck, wie es in dem Rockabilly-Klassiker »Train kept a-rollin’« heißt. Trotzdem reagieren alle Leute, denen ich erzähle, ich hätte gerade einen Film über Rockabilly im Ruhrpott gesehen, mit mehr oder weniger den gleichen Worten: Großartige Musik, bekloppte Szene.

Denn die heutigen Rock’n’Roller haben den Ruf, extrem rückständig, leicht bescheuert, ziemlich rechts und ziemli...



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