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24.06.2011 / Inland / Seite 5

Kontrovers, aber erfrischend

Berliner Initiative schiebt Diskussion um Neugruppierung der radikalen Linken an

Rainer Balcerowiak
Es geht ein Gespenst um in der radikalen deutschen Linken. Gefühlte zwei Dutzend Gruppen und Initiativen beschäftigen sich mit der Organisationsfrage, nicht selten verbunden mit dem Anspruch, selbst bereits den Kern der künftigen Avantgarde darzustellen.

Mit einem 35seitigen Papier haben sich vor einigen Wochen auch fünf gestandene Berliner Aktivisten auf dieses Terrain begeben, allerdings ohne unmittelbar eine Parteigründung vorzubereiten. Die Thesen der »Sozialistischen Initiative Schöneberg« haben – besonders im Internet – ein lebhaftes Echo ausgelöst. Eingefordert wird »eine solidarische und kontroverse, ergebnisoffene und zielgerichtete Debatte« über den Aufbau einer antikapitalistischen Organisation. Als »unverhandelbar« definiert die Gruppe: 1. Konzept des revolutionären Bruchs; 2. Keine Mitverwaltung der kapitalistischen Krise; 3. Klassenorientierung; 4. Einheitsfrontorientierung; 5. Organisatorische Verbindlichkeit. Rund 40 Menschen ...

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