18.06.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Teller statt Tank

G-20-Agrarministertreffen in Paris: NGOs fordern Ende der Subventionen für »Bio«-Kraftstoffe und Begrenzung der Spekulation auf Rohstoff- und Nahrungsmittelmärkten

Jana Frielinghaus
Die Weltmarktpreise für Getreide und andere Lebensmittel haben aktuell wieder das Niveau der Lebensmittelkrise im Sommer 2008 erreicht. Viele afrikanische Länder verzeichnen im Vergleich zum vergangenen Jahr Anstiege von 50 bis 60 Prozent – für viele Menschen werden Mais oder Reis damit wieder unbezahlbar. Es könnte eine Frage der Zeit sein, bis es erneut zu Hungerrevolten kommt. Dies dürften die Agrarminister der G-20-Staaten im Blick haben, wenn sie am 22. und 23. Juni in Paris zusammenkommen, um über Strategien für mehr Ernährungssicherheit zu beraten.

Es ist ein Thema, das eigentlich ganz oben auf der Agenda stehen müßte, denn Hunger und Durst treiben jedes Jahr Millionen Menschen zur Flucht in die Industrieländer. Doch bislang wird von seiten der Politik wenig unternommen, um die Situtation in den Entwicklungsländern zu entschärfen. Im Gegenteil: Mit Subventionen auf der einen und neoliberaler Deregulierung der Märkte auf der anderen Seite hat...

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