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17.06.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Neues Prekariat

Bei vielen freien Trägern im Bereich der sozialen Dienste herrscht tariflicher und arbeitsrechtlicher Wildwuchs. GEW fordert härte Vergabekriterien

Rainer Balcerowiak
Es gab Zeiten, da gab es bei den sozialen Diensten fast ausschließlich reguläre Arbeitsverhältnisse. Da die meisten Aufgaben in diesem Bereich direkt durch den öffentlichen Dienst erfüllt wurden, hatten die Beschäftigten sogar ausgesprochen sichere Arbeitsplätze. Und bei den großen Wohlfahrtsverbänden waren die Mitarbeiter vergleichbar gestellt.

Doch das ist schon lange vorbei. Seit Anfang der 90er Jahre verfolgen fast alle Bundesländer die Strategie, ganze Bereiche, z. B. die Jugendhilfe, zu »entstaatlichen«. Aufgabenfelder wie der Betrieb von Jugendfreizeitheimen, betreuten Wohngemeinschaften und Beratungsstellen werden ausgeschrieben mit dem ausdrücklichen Ziel, Kosten zu sparen. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege befinden sich bundesweit 94000 Sozialeinrichtungen in nichtstaatlicher Trägerschaft. Rund 1,2 Millionen Menschen sind dort beschäftigt. Ein relativ neues Phänomen sind Kleinselbständige, die sich als Einze...

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