08.06.2011 / Antifa / Seite 15

Braune Kaderschmiede

Häufung rechter Übergriffe rund um NPD-Zentrum in Leipzig. Antifaschisten fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen – und von der Polizei schikaniert

Susan Bonath
Im Leipziger Stadtteil Lindenau häufen sich seit November 2008 Übergriffe mit rechtem Hintergrund. Zu diesem Zeitpunkt bezog die NPD dort zwei Gebäude in der Odermannstraße. Zum einen befindet sich darin das »Bürgerbüro« des NPD-Abgeordneten im sächsischen Landtag, Winfried Pätzold. Zum anderen dient das Domizil der Leipziger Neonaziszene für Schulungen, Kameradschaftsabende und Rechtsrock-Konzerte. In den vergangenen Wochen griffen Rechte in den Stadtteilen Lindenau und Plagwitz mehrfach alternative Projekte, Galerien und Menschen an.

Hintergrund sind Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen, die seit über zwei Jahren gegen den braunen Stützpunkt stattfinden. Im Februar 2011 gründeten Antifaschisten die Kampagne »Fence off«. Ihr Ziel: sofortige Schließung des Nazizentrums. Erreicht werden soll das durch Aufklärungsarbeit, öffentlichkeitswirksame Aktionen und Gewinnung neuer Mitstreiter. Doch Stadt und Polizei machen es den Antifaaktivisten nicht leich...

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