13.05.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Gekaufte Journalisten

Mit Geldzahlungen an Reporter sorgten US-Behörden für antikubanische Stimmungsmache in Miami

Josie Michel-Brüning und Dirk Brüning
Die US-Regierung hat in Florida ansässige Journalisten für Artikel über die »Cuban Five« bezahlt, um vor und während des Prozesses gegen die fünf Kubaner das diesen ohnehin feindlich gestimmte Klima in Miami zusätzlich aufzuheizen und Vorurteile gegen die Angeklagten zu schüren. Das geht aus insgesamt 2200 Seiten umfassenden Dokumenten hervor, die das »National Committee to Free the Cuban Five« gemeinsam mit der Juristenorganisation »Partnership for Civil Justice« und der Zeitung Liberation aufgrund des »Freedom of Information Act« (FOIA) veröffentlichen konnte. Aus diesen Papieren geht hervor, wie die Administration in Washington offen gegen ein bereits 1948 verabschiedetes Gesetz, den »Smith Mundt Act«, verstoßen hat, das die Finanzierung von Regierungspropaganda zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung im eigenen Lande verbietet.

Die Bundesbehörde für internationale Rundfunksendungen der US-Regierung, die »Broadcasting Board of Governors« (BBG), und...

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