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27.04.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

An Kolumbien verkauft

Venezuela liefert schwedischen Journalisten als angebliches FARC-Mitglied an Bogotá aus. Proteste in Caracas

André Scheer
Gegen den wütenden Protest zahlreicher linker Organisationen aus ganz Lateinamerika haben die venezolanischen Behörden am Montag abend (Ortszeit) einen schwedischen Journalisten kolumbianischer Herkunft an Bogotá ausgeliefert. Während Staatschef Hugo Chávez gerade in einer über alle Fernsehsender des Landes ausgestrahlten Ansprache eine Erhöhung des Mindestlohns um 25 Prozent zum 1. Mai ankündigte, wurde Joaquín Pérez Becerra in ein Flugzeug gesetzt und nach Bogotá geflogen. Dort wurde er von den kolumbianischen Behörden triumphierend den Fernsehkameras vorgeführt, bevor er von schwerbewaffneten Polizisten gefesselt weggebracht wurde.

Der 55 Jahre alte Chef der von Schweden aus arbeitenden alternativen kolumbianischen Nachrichtenagentur ANNCOL war am Freitag aus Frankfurt kommend bei seiner Landung auf dem internationalen Flughafen Maiquetia bei Caracas festgenommen worden. Zuvor hatte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos telefonisch seinen ve...

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