26.03.2011 / Ausland / Seite 7

Leiharbeiter im Reaktor

Fukishima-Betreiber heuern »moderne Samurai« für den Einsatz gegen die atomare Katastrophe an. Lage außer Kontrolle. Weiter steigende Strahlenwerte

Josef Oberländer
Hunderte Anfragen besorgter Bewohner der Hauptstadtregion sind beim japanischen Wetterdienst eingegangen, nachdem im Großraum Tokio am Donnerstag gelber Regen fiel. Handelte es sich etwa um radioaktiven Fallout nach der Atomkatastrophe von Fukushima? Der Behörde zufolge waren es nur Pollen, die mit dem Regen niedergingen. Trotzdem wächst die Angst der Menschen, die offiziellen Verlautbarungen immer weniger Glauben schenken.

Seit zwei Wochen versucht die Betreibergesellschaft Tokyo Electric (Tepco), die Lage in ihrem von einem verheerenden Erbeben und der darauf folgenden Flutwelle beschädigten AKW Fukushima Dai-Ichi unter Kontrolle zu bekommen. Täglich werden neue Strahlungswerte und Temperaturangaben unter die Leute gebracht – mal höhere, mal niedrigere – um den Anschein zu erwecken, man habe die Situation im Griff. Nur langsam wird deutlich, daß das Katastrophenmanagement den zahllosen Experten vor Ort zusehends entgleitet. Es sei durchaus ...

Artikel-Länge: 4360 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe