25.02.2011 / Thema / Seite 10

Rochaden der Macht

Hintergrund. Am 25. Februar 1986 wurde der philippinische Despot Ferdinand E. Marcos von der US-Luftwaffe ins Exil nach Hawaii ­ausgeflogen. Washington inszenierte eine »geregelte Nachfolge«

Rainer Werning, Manila
Als Ferdinand E. Marcos Anfang 1966, auf dem Höhepunkt des US-Aggressionskrieges gegen Vietnam, in den Präsidentenpalast Malacañang zu Manila einzog, verfolgte der junge, damals 48jährige Staatschef vor allem zwei Ziele. Innen- und wirtschaftspolitisch wollte er seinen Wahlkampfslogan »We shall be a great nation again« (»Wir werden wieder zu einer großen Nation aufsteigen«) schnellstmöglich umsetzen. Außen- und sicherheitspolitisch ging es ihm darum, der einstigen Kolonialmacht USA (1898–1946) treu zur Seite zu stehen und Washingtons militärische Hegemonialstellung in Südost- und Ostasien mit der fortgesetzten Bereitstellung der seinerzeit weltweit größten US-Stützpunkte außerhalb des nordamerikanischen Kontinents, der Subic Naval Base und dem Clark Air Field, zu garantieren.1

Neue Entwicklungsstrategie

Eine gezielte Anreizpolitik für ausländisches Kapital sollte dem agrarisch ausgerichteten, durch Feudalstrukturen geprägten Land einen möglichst ras...

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