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23.02.2011 / Ausland / Seite 7

Keine Pyramiden in Havanna

In Kuba träumen einige »Dissidenten« vom Volksaufstand. Ein Echo finden sie nicht

André Scheer, Havanna
Der spanischsprachige Kanal des US-Nachrichtensenders CNN eröffnete seine Informationen am Montag mit einer Nichtmeldung. Frustriert stand die Korrespondentin im Park des 13. März, unweit des Revolutionsmuseums im Herzen der kubanischen Hauptstadt, und mußte berichten, daß es nichts zu berichten gab. Dabei war Großes angekündigt worden. Für nicht weniger als einen »Volksaufstand« hatten in den Tagen zuvor einige einheimische und vor allem ausländische Gegner der kubanischen Regierung über den Internetdienst Facebook mobilisiert. Nach arabischem Vorbild sollte die Regierung in Havanna gestürzt werden.

Doch »in Havanna gibt es keine Pyramiden«, kommentierte bereits in den Tagen zuvor ein kubanischer Blogger die virtuelle Kampagne. Tatsächlich fand zumindest die im Internet angekündigte Kundgebung »zwischen 17 und 20 Uhr in der Gegend um das Revolutionsmuseum« nicht statt, wie sich junge Welt vor Ort überzeugen konnte. Lediglich eine leicht erhöhte Polizeip...

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