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31.01.2011 / Feuilleton / Seite 13

Einen Panzer überstülpen

Von kleinen Verbrechern und Polizisten: »Der Freischuß« in der Neuköllner Oper in Berlin

Anja Röhl
Das Stück »Der Freischuß«, das gegenwärtig in der Neuköllner Oper in Berlin gegeben wird, ist angelehnt an die bekannteste Oper von Carl Maria von Weber, »Der Freischütz« von Anfang des 19. Jahrhunderts. Geht es bei Weber um einen »Probeschuß«, mit dem sich ein beim Schützenfest Gedemütigter bewähren soll und hiervor große Angst entwickelt, möchte in der Neuköllner Oper ein Outlaw, weiß Gott warum, Polizist werden. Das Stück von Luise Rist (Text) und Jan Müller-Wieland (Musik) inszenierte Gustav Rueb. Er spürt dem Phänomen nach, wie Stigmatisierte danach streben, von der Macht anerkannt zu werden und sich deren Stärke zu borgen, die sie sich dann wie einen Panzer überstülpen. So lassen sich Karrieren im Militär oder bei der Polizei machen, und so lassen sich Aufsteiger gegen diejenigen instrumentalisieren, die sie daran erinnern, wo sie selbst einstmals gestanden haben.

Doch die Rechnung geht nicht auf. Der Junge aus dem Neuköllner Rütliviertel fängt an ...

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