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20.01.2011 / Inland / Seite 4

Lehrer ohne Klasse

Obwohl es Bayerns Schulen an Pädagogen mangelt, landen Tausende Nachwuchskräfte auf der Straße. Gewerkschaften fordern Umsteuern

Ralf Wurzbacher
Allerorten in Deutschland herrscht Lehrermangel – auch in Bayern. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) beziffert den Bedarf an Nachwuchskräften auf 15000 in den nächsten fünf Jahren. Doch obwohl im Freistart frischgebackene Junglehrer in großer Zahl in den Startlöchern stehen, landet die Mehrheit von ihnen auf der Straße. »Es gibt Studienseminare, wo 20 von 27 Gymnasialreferendaren nicht genommen werden«, schilderte BLLV-Präsident Klaus Wenzel die Lage am Mittwoch gegenüber junge Welt . »Die Leute sind fertig mit den Nerven, sie fühlen sich um ihre Zukunft betrogen.« Vor fünf, sechs Jahren, als die Betroffenen ihr Lehramtsstudium aufnahmen, wurden sie von der Politik noch heftigst umworben und mit der Aussicht auf gutes Geld und einen sicheren Job gelockt. Daraus wird nun für viele nichts.

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) gab sich am Dienstag demonstrativ zerknirscht. »Das ist natürlich ein Dilemma, das politisch für Ärger sorgt«...

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