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30.12.2010 / Inland / Seite 8

»Verhütungsmittel sind zu übernehmen für Bedürftige«

Die Pille kostet im Monat etwa 16 Euro – aber nur 15,55 Euro in Hartz IV sind für Gesundheit vorgesehen. Gespräch mit Susanne Just-Mackensen

Gitta Düperthal
Susanne Just-Mackensen ist Leiterin der Pro Familia-Beratungsstelle in Köln

Bis zur Einführung der Agenda 2010 gab es die Pille für finanziell bedürftige Frauen kostenlos auf Rezept– nach 2004 nicht mehr. Die Kölner Beratungsstelle Pro Familia hat eine Umfrage publiziert, wonach die Zahl regelmäßig verhütender Hartz-IV-Bezieherinnen seit der Reform von 67 auf nur 30 Prozent gesunken ist. Können sich diese Frauen keine Verhütung mehr leisten?

Die Pille kostet etwa 16 Euro, im Hartz IV-Regelsatz sind aber nur 15,55 Euro für Gesundheitsleistungen insgesamt enthalten. Wenn eine Frau monatlich diesen Betrag für die Pille ausgeben muß, darf ihr gesundheitlich sonst nichts mehr passieren. Selbst wenn sie eine Erkältungskrankheit bekämen, stünde dafür kein Geld mehr zur Verfügung. Freilich gibt es günstigere Präparate, aber die Ärzte können ja nicht willkürlich einer Frau irgendeine Pille verschreiben – es könnte sein, daß sich ausgerechnet dieses Prä...

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