Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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10.03.2000 / Feuilleton / Seite 0

Zwischen Cambridge und Gramsci

Als Gegner in der Herzkammer der bürgerlichen ökonomischen Wissenschaft: Piero Sraffa (1898-1983)

Georg Fülberth

Als der Ökonom Piero Sraffa 1983 starb, hatte Cambridge einen seiner großen Akademiker verloren. Bei der Totenfeier wurde eine Botschaft des italienischen Staatspräsidenten verlesen. Weltweit trauerte die Gemeinde der Neoricardianer und begab sich anschließend in den Kampf um den Nachlaß. Aber da war noch etwas.

Es gibt in Rom den »Cimitero degli Inglesi«, auch »Cimitero degli stranieri acattolici« (Friedhof der nichtkatholischen Ausländer) geheißen. Dort liegen Goethes Sohn August und die Poeten Keats und Shelley. Auf einem Grab ist ein viereckiger Steinblock zu sehen mit der Aufschrift: »Cenere di Gramsci« - Gramscis Asche. Piero Paolo Pasolini hat ein Gedicht darüber geschrieben.

Zwischen dem akademischen Granden in Cambridge und dem italienischen Kommunistenführer gibt es einen Zusammenhang.

1898 wurde Sraffa als Kind einer reichen jüdischen Familie geboren. Sein Vater war einer der führenden Juraprofessoren Italiens. Der Sohn studierte eb...

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