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10.12.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Euro in der Sackgasse

Unüberbrückbare Gegensätze zwischen den Regierungen der EU-Staaten verhindern nachhaltige Lösung der Währungskrise. Spaniens Staatsanleihen erneut unter Druck

Rainer Rupp
In den Führungsetagen der supranationalen Finanzinstitutionen kann auch nach den Beschlüssen der EU-Finanzminister nicht von Entwarnung die Rede sein. Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn, warnte in der Nacht zum Donnerstag in Genf: »Die Situation in Europa bleibt beunruhigend, und die Zukunft ist unsicherer denn je«. Und als dann auch noch ein Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB), der Niederländer Arnout Wellink, seinem Chef Claude Trichet in die Parade fuhr, herrschte auf den Finanzmärkten Alarmstimmung. »Es ist nicht die Aufgabe der EZB, andere Länder zu retten, deren Regierungen riskieren, insolvent zu werden«, so Wellink.

In der Tat hat die EZB seit Beginn der Euro-Krise im Mai dieses Jahres für über 150 Milliarden Euro Schatzbriefe von hoch verschuldeten Ländern gekauft, welche große Investoren wie Pensionsfonds, aber auch Spekulanten wegen der zunehmenden Unsicherheiten loswerden wollten. Damit w...

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