03.11.2010 / Ansichten / Seite 8

Hoffentlich das BKA

Anschlag auf Berliner S-Bahn

Rainer Balcerowiak
Es gibt Brandanschläge nebst Bekennerschreiben, die wie bestellt wirken. Das gilt auch für eine Aktion in der Nacht zum Montag, als bislang unbekannte Täter ein Stromversorgungskabel der Berliner S-Bahn anzündeten, was bis zum gestrigen Mittag nicht nur zum Zusammenbruch der konzerninternen Kommunikation der DB AG, sondern auch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Ringbahn führte.

Das am Dienstag mehreren Medien zugespielte Bekennerschreiben eines bislang nicht in Erscheinung getretenen »Kommando Sébastien Briard« stellt die Aktion, die Zehntausende Berliner betraf, in einen gleichermaßen absurden wie perfiden Kontext. »der flächendeckende ausfall des unternehmens deutsche bahn war geplant und sollte zeigen, dass die profiteure der atommafia kein ruhiges hinterland haben. weder im wendland, noch in den großstädten« heißt es dort in »szenetypischer« Diktion. Und nach dem Castor werde man »der industrie (...) einheizen.«

Wie zu erwarten, verbreite...



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