27.10.2010 / Ausland / Seite 7

Vier Putschversuche in acht Jahren

Lateinamerikas ALBA-Staaten werden angegriffen. Diplomaten diskutierten mit Journalisten

Sascha Wetzel
Ecuadors Präsident Rafael Correa ist überzeugt davon, daß es einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Putschversuchen der vergangenen Jahre in Lateinamerika gibt. In einem am Montag erschienenen Interview mit der mexikanischen Tageszeitung La Jornada sagte er: »Wie merkwürdig, daß gerade wir – 2002 Venezuela, 2008 Bolivien, 2009 Honduras, 2010 Ecuador – Putschversuche erlebt haben. Die Möglichkeit, daß das wirklich ein Zufall war, ist ausgeschlossen. Warum? Weil wir die Dinge ändern.« Es sei beispielsweise offenkundig, daß der US-Geheimdienst CIA die ecuadorianischen Sicherheitskräfte unterwandert habe. »Als ich an die Regierung gekommen bin, hatte dieses Thema, ehrlich gesagt, keine Priorität. Das war mein großer Fehler.« Dies sei ihm klargeworden, als der ecuadorianische Geheimdienst am 1. März 2008 zuerst die US-Botschaft in Quito darüber informierte, daß kolumbianische Truppen auf das Staatsgebiet des Landes eingedrungen waren, und er...

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