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27.10.2010 / Feuilleton / Seite 13

Brot für Blöde

Die ARD hatte »Hunger«

Gerda Lehmann-Senftenberg
Kann man etwas dagegen haben, wenn ein Dokumentarfilm über den Hunger in der Welt mit großem Aufwand und viel Geld produziert, vor Mitternacht im Ersten gesendet, generalstabsmäßig beworben und massenhaft auf DVD zu Bildungszwecken vertrieben wird? Im Fall von Marcus Vetters und Katrin Steinbergers im Verbund mit Misereor, Brot für die Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst, dem kirchlichen Medienunternehmen ­EIKON, dem SWR u.a. erstellten Werk »Hunger« (am Montag in der ARD) muß man es sogar.

Dabei geht es nicht darum, daß NGOs oder Kirchen einen Dokfilm unterstützen, eine legitime Möglichkeit, unbequeme Themen jenseits der üblichen Förder- und Vertriebswege zu entwickeln. Und wenn man meint, daß ein Film die Massen nur erreicht, indem er in hochglanzpolierten Postkartenbildern und mit zuweilen schmieriger Musik daherkommt – bitte. Schwieriger ist schon, wenn den Mensch...

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