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20.10.2010 / Inland / Seite 4

Lehrer für lau

Hessische Regierung plant Einsatz von Leiharbeitern an Schulen und erntet Kritik von allen Seiten. Schon jetzt übernehmen Quereinsteiger und Studenten die Vertretung

Ralf Wurzbacher
Die Pläne der hessischen Landesregierung, in Zukunft Leiharbeiter als Lehrkräfte einzusetzen, haben massive Kritik bei Opposition, Verbänden und Schülervertretern provoziert. Die Gegner warnen einhellig vor einer Abwertung des Lehrerberufs, weiteren Abstrichen in der Unterrichtsqualität und den Gefahren einer Privatisierung von Bildung. Ein vom Kultusministerium auf den Weg gebrachter Entwurf für ein neues Schulgesetz soll den Schulen die Möglichkeit einräumen, Lücken im Personaltableau über Verträge mit privaten Personaldienstleistern zu schließen. Tatsächlich wird dies in Hessen heute bereits praktiziert, wenn wohl auch ohne den Segen des Gesetzgebers.

Die Frankfurter Rundschau (FR) gab am Montag die Leiterin des Staatlichen Schulamts der Mainmetropole, Silvia Bouffier-Spindler, mit den Worten wieder, ihr Amt besetze seit Jahren Lehrerstellen mit Kräften der Agentur Campuservice. Wenn sich für solche Stellen keine Bewerber fänden, nutze man das Angebot...

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