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20.10.2010 / Feuilleton / Seite 12

Etwas wollen

Die politische Filmreihe »Der Standpunkt der Aufnahme« in Berlin

Christof Meueler
Das sind so die Rätselfragen: »Was heißt es heute, ›Film politisch zu machen‹?« fragt das Berliner Kino Arsenal etwas ratlos in manifest- und phantasieloser Zeit und zeigt vorsichtshalber seit Anfang Oktober einmal die Woche jüngere Arbeiten von Regisseuren, die sich zwischen Kunst und Aktivismus verorten. Unter dem schönen Titel »Der Standpunkt der Aufnahme« soll es dabei um »Produktionsprozesse« und Distributionsfelder« gehen.

Da gibt es wenig Wahn und Spinnerei, aber viel Dokumentarfilm zu sehen, einer Kunstform, die immer unter dem Verdacht der rein realpolitischen Abbildung steht. Heute läuft etwa »Bauern!« von Elke Marhöfer über Landarbeiter in Burkina Faso.

Bewußt theatralisch geht das Berliner Duo bankleer vor, das in seinem 16-Minuten-Film »Lenin Fou« (läuft am 3.November) den russischen Revolutionär sich ins Laub knien oder einen Hügel hochlaufen und wieder runterrollen läßt. Sozusagen der lange Weg durch die Geschichte der Entfr...



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