11.10.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir brauchen eine offene Diskussion«

Meinungsverschiedenheiten in der DKP sollen konstruktiv ausgetragen werden. Ein Gespräch mit Patrik Köbele

Mirko Knoche
Patrik Köbele ist seit dem Wochenende stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

Der 19. Parteitag der DKP hat Sie am Wochenende zu einem der drei stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt, obwohl sich der bisherige Vorstand gegen Ihre Kandidatur ausgesprochen hatte. Wie erklären Sie sich das Votum der Delegierten?

Der Parteitag hat deutliche Signale ausgesandt. Die große Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen, daß bestehende Meinungsverschiedenheiten offen und konstruktiv ausgetragen werden. Mit einer solchen Diskussion wollen die Delegierten ihre Partei wieder zusammenführen. Das drückt sich auch in der Wahl der anderen beiden Stellvertreter und der Vorsitzenden aus. Die unterschiedlichen Spektren sind nun in der Parteispitze vertreten.

Bislang repräsentierten das Sekretariat und die Vorsitzenden nur die Mehrheitsmeinung des Parteivorstands. Warum sah der Kongreß in Frankfurt am Main gerade jetzt den Zeitpunkt gekommen, ...


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