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06.10.2010 / Ausland / Seite 2

»Liste der Ölhavarien ist global unerreicht«

In Nigeria kann der Konzern Shell nach wie vor schalten und walten, wie er will. Gerichtsurteile interessieren ihn nicht. Ein Gespräch mit Asume Osuoka

Wolfgang Pomrehn
Asume Osuoka ist Direktor des westafrikanischen Netzwerks »Social Development Integrated Centre«, das sich hauptsächlich in Nigeria für Demokratie, sozialen Wandel im Sinne der Bevölkerung und für Umweltgerechtigkeit einsetzt.

Die Ölförderung im Nigerdelta ist berüchtigt wegen der damit verbundenen Umweltzerstörung. Eines der Probleme ist das Abfackeln von Gas. Was bedeutet das für die Nachbarn der Förderanlagen?

Das Erdöl tritt meistens zusammen mit Erdgas aus. Viele Unternehmen entscheiden sich dafür, letzteres einfach zu verbrennen, weil sie meinen, es nicht profitabel verkaufen zu können. Die Folgen haben die Menschen in dieser Region zu tragen: Luftverschmutzung und saurer Regen, der die Fruchtbarkeit der Böden zerstört. Darüber hinaus ist das eine ungeheure Verschwendung – die all­ermeisten Nigerianer haben nämlich keinen zuverlässigen Zugang zu Energie, es gibt zum Beispiel in diesem Land keine wirklich funktionierende Stromversorgung.

Das A...


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