17.09.2010 / Feuilleton / Seite 13

Berufskrankheiten

Wen liebt der Büchsenmacher? George Clooney sieht in seinem neuen Film wie ein ergrauter Phallus aus

Peer Schmitt
Ist es ein verkappter Western? Ein dunkel allegorischer Verschwörungsfilm? Oder doch eine tragische Liebesschnulze (über die Beziehung eines professionell alleinstehenden Mannes, George Clooney, zu ... im wesentlichen sich selbst – wem denn sonst)? Anton Corbijns zweite Regiearbeit, »The American«, wirft Fragen der Genrezugehörigkeit auf und noch ein paar andere mehr. Es ist halt ein »existentialistischer« Film.

Bereits in Corbijns Regiedebüt »Control« (2007) ging es um Probleme ewig einsamer Männer, die Selbstmordfrage zum Beispiel. Aber »Control« interessierte die meisten ja weniger als Film denn als Katalog popmythologischer Orte und Überbauten: Manchester und sein Plattenlabel Factory, die Band Joy Division und ihr überlebensgroßes Mitglied Ian Curtis. Mit allen Schwierigkeiten eines Katalogs über Menschen, die in der wirklichen Welt noch leben oder in jüngerer Vergangenheit gestorben sind. Solche Schwierigkeiten hat »The American« nicht. In di...

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