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14.09.2010 / Feuilleton / Seite 13

Eine neue Klasse

Schmerz-Ästhetizismus, Peter Hacks und Realotheater: Das kleine Festival »Parzelle Paradies« im Deutschen Theater Berlin

Anja Röhl
Geschichten von hier« wollte das Deutsche Theater Berlin zur diesjährigen Saisoneröffnung erzählen. Bis Sonntag gab man ein kleines Thaterfestival namens »Parzelle Paradies«. Der Titel stammt von Annett Gröschner, die so ihre Berlin-Reportagen-Sammlung genannt hat, die 2008 im Nautilus Verlag erschienen ist. Um genau zu sein, ist der Titel einem Theaterstück entlehnt, das die Autorin einst besprochen hatte und das in einer grenznahen Kleingartensiedlung (Bornholm I.) in Berlin-Prenzlauer Berg spielt und von anarchischen Ostberliner Zuständen nach 1989 kündet: Stacheldraht braucht man erst dann, wenn die Widersprüche durch die Zäune brechen.

Im DT, in dem Gröschner selbstverständlich vortrug, braucht es erst mal keinen Stacheldraht, in Anja Hillings Stück »Schwarzes Tier Traurigkeit« in der Inszenierung von Jorinde Dröse bleiben alle Protagonisten so flach und leer wie ihre Lebensentwürfe. Einige typisch bürgerliche Mittelständler picknicken im Wald und z...

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